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Walpurgisnacht und erster Mai Tanz die Arbeit! Pax et Bonum wünscht frohes und friedliches Feiern.

Von Hexen, Bräuchen und der Arbeiterbewegung. Jedes Jahr, wenn der launische April in den Wonnemonat Mai übergeht, gibt es ‘was zu feiern – obwohl die Anlässe fast nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Walpurgisnacht geht auf eine englische Äbtissin aus dem 8. Jahrhundert zurück.
Pax et Bonum® - Matthias Gerschwitz
( PR4US.com | Pressemitteilung | 2017-04-30 16:37:09 )
Von Hexen, Bräuchen und der Arbeiterbewegung

Jedes Jahr, wenn der launische April in den Wonnemonat Mai übergeht, gibt es ‘was zu feiern – obwohl die Anlässe fast nicht unterschiedlicher sein könnten.

Die Walpurgisnacht geht auf eine englische Äbtissin aus dem 8. Jahrhundert zurück, die heilige Walburga oder auch Walpurga, die an einem 1. Mai heiliggesprochen wurde. Die neun Tage davor wurden als »Walpurgistage« bezeichnet, an denen zur Abwehr von angeblichen Hexenumtrieben vielerorts die Glocken geläutet wurden.

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Man befürchtete nämlich, dass die Hexen regelmäßig ein geheimes Fest mit Tanz und Beschwörungen abhielten, wenn man literarischen Beschreibungen des 15. und 16. Jahrhunderts Glauben schenken darf. Und dieses Fest fand in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai auf dem Blocksberg – dem »Brocken« – statt, dem höchsten Berg Norddeutschlands und ein beliebtes Ausflugsziel im Harz. Durchgesetzt hat sich der Begriff der Walpurgisnacht übrigens durch den großen deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe, der dieser besonderen Nacht in »Faust I« ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Faust und Mephisto besteigen in der Walpurgisnacht gemeinsam den Brocken, wo der Hexensabbat abgehalten wird. Hier wird dem Teufel Verehrung entgegengebracht und der Teufelspakt geschlossen bzw. erneuert. Mephisto gelingt es, Faust zum Tanz mit einer Hexe zu bewegen und so die Nacht für ihn zu einem Erlebnis der Leidenschaft zu machen.

Genau das ist für viele Menschen Anlass zum Tanz in den Mai. Ausgelassen und fröhlich wird aber hier nicht dem Hexentanz gefrönt, sondern der Geselligkeit. Und nebenbei wird auf diese Weise auch noch der Wonnemonat Mai begrüßt. Vielerorts spielen Musiker in frühlingshaft dekorierten Stadthallen und Sälen zum Tanz auf.

Mit dem 1. Mai sind auch traditionelle Bräuche verbunden. Man denke nur an den Maibaum, der auf einem zentralen Platz aufgerichtet und mit bunten Bändern geschmückt wird. Um ihn wird zumeist ein Dorf- oder Stadtfest gefeiert. Der genaue Ursprung dieser Tradition liegt im Dunkeln. Eine Annahme besagt, dass die alten Germanen mit dem Maibaum als Symbol der Fruchtbarkeit ihre Waldgottheiten verehrten. In manchen Gegenden ist er auch ein Herzensbrauch: Junggesellen setzen den von ihnen verehrten Damen einen kleinen Maibaum oder Maistecken vor die Türe, um ihnen ihre Liebe zu beweisen. Natürlich sollten sie ihren Namen in die Rinde eingravieren, sonst weiß die Angebetete ja gar nicht, wer sie liebt!
Da ist es natürlich besonders ärgerlich, wenn ein anderer Maibrauch zum Tragen kommt: das Maibaumstehlen. Hier versuchen die Einwohner benachbarter Dörfer, sich gegenseitig den Maibaum zu klauen, um ihn gegen ein geeignetes Lösegeld in Form von Bier oder Schnaps wieder zurückzugeben. In manchen Gegenden werden unverheiratete Mädchen als Maibraut versteigert, es wird der Maikönig ermittelt oder es werden Maiwanderungen durchgeführt, zumeist von Jugendlichen mit einem Bollerwagen voller Bierkästen.

Dabei hat der 1. Mai als Tag der Arbeit einen ernsten und wichtigen Hintergrund. Er bezieht sich auf eine Massendemonstration am 1. Mai 1856, als australische Arbeiter den Achtstundentag forderten. Aus dem gleichen Grund rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung 30 Jahre später an diesem Tag zum Generalstreik auf. In Deutschland sollte der 1. Mai 1919 eigentlich ein gesetzlicher Feiertag werden, doch konnten sich die heillos zerstrittenen Parteien der frühen Weimarer Republik nicht einigen. So wurde er schließlich 1933 unter den Nationalsozialisten als jährlich wiederkehrender gesetzlicher Feiertag eingeführt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Maifeiertag noch weitere Bedeutungen bekommen. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel gilt er zusätzlich als »Tag des Friedens und der Völkerversöhnung bzw. Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde«, in der früheren DDR galt er als »Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus«.

Papst Pius XII. erklärte 1955 den 1. Mai im Gedenken an den Vater von Jesus zum »Tag Josefs, des Arbeiters«, um den vielfach sozialistischen Arbeiterbewegungen etwas entgegen zu setzen. In der evangelischen Kirche gibt es keinerlei besondere Vorgaben. Zumeist wird durch das Bibelwort »Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon« an das rechte Verhältnis von Arbeit und Religion erinnert.

Ob Sie nun den Blocksberg besteigen, in den Mai tanzen oder an den Maidemonstrationen teilnehmen: Feiern Sie fröhlich und friedlich! Und gönnen Sie sich zum Ausgleich ein gutes Buch. Auf unserer Website http://www.pax-et-bonum.net/ finden Sie eine reichhaltige Auswahl der unterschiedlichsten Genres. Oder gleich zum Verlagsshop Guteprodukte4u! http://www.guteprodukte4u.net/ powered by Pax et Bonum ®


Bis zum nächsten Mal!

Ihr Pax et Bonum Verlag


Presseinformation


Veröffentlicht durch

Ingolf Ludmann-Schneider

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Kontakt Ingolf Ludmann-Schneider


 

 

 

 

 

 

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